Izzet Tuncali

Nibelungenstrasse 42

50739 Köln

 

 

GAG Immobilien AG                                                                                    Köln, 04.08.2007

Grund und Boden Baubetreuung GmbH
z.H Herrn Jochen Ott

Josef-Lammerting-Allee 20-22

 

50933 Köln

 

 

 

GAG / Tuncali Eiscafe

 

 

Sehr geehrter Herr Ott,

 

mit Bedauern habe ich das Schreiben Ihrer Anwälte vom 30.07.2007 zur Kenntnis genommen.

Ich wende mich nunmehr direkt an Sie um endlich zu einem Ende dieser leidigen Angelegenheit zu kommen.

 

Wie Sie vielleicht wissen, haben meine Anwälte in der Vergangenheit teilweise mehrfach gegen meine Interessen gearbeitet, so dass ich mehrfach zum Wechsel gezwungen war.

Auch jetzt habe ich den Eindruck dass unsere Anwälte wiederum an der Sache vorbei reden.

 

Nun möchte ich mich zum Schreiben Ihrer Anwälte vom 30.07.07 wie folgt äußern:

 

  1. In der Vergangenheit wurde mehrfach die Strom- und Wasserabrechnung verfälscht, was ich durch Fotos belegen und dadurch Schaden abwenden konnte. Diese Möglichkeit wurde mir durch Unzugänglichkeit der Zähler nunmehr verweigert! Aus diesem Grunde bestehe ich auf Zugang, oder Verlegung der Anschlüsse in den mir zugängigen Bereich!
  2. Die Markisen wurden seinerzeit bei der Firma Weinor für 30.000 DM auf Maß gefertigt. Die Fehlplanung der Baumaßnahme (Säulen) verhindert eine weitere Nutzung. Eine Verschlechterung des Mietobjektes braucht der Mieter nicht hinzunehmen. Aus diesem Grund verlange ich die Entfernung der Säulen oder Schadenersatz für die Markisen!
  3. Ebenfalls durch die bewusste Verschandelung des Außenbereichs wurde mir ein weiterführen des Außenbereichs nur eingeschränkt möglich gemacht. Dies ist in höchstem Maß geschäftsschädigend. Ich habe vor Beginn Ihrer „Baumaßnahmen“ nachweislich sehr gute Umsätze gemacht, inzwischen muss ich nebenbei einer Arbeit nachgehen um meinen Traum erhalten zu können. Dies aus reiner Schikane Ihrer Gesellschaft.
  4. Nunmehr seit sieben Jahren habe ich durch schlechte anwaltliche Hilfe und durch politische Entscheidungen Ihrer Gesellschaft finanzielle und gesundheitliche Einbussen zu beklagen, doch wo bleibt dabei die Menschlichkeit?
  5. Laut Gutachten müsste eine Sanierung des Innenbereichs konform mit der Sanierung des Außenbereichs geschehen, aber Ihre Anwälte reden ständig nur vom Außenbereich!

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  1. Ist nach meinem Wissen Sippenhaft in Deutschland seit 1945 verboten, trotzdem verweigert Ihre Verwaltung meinen Eltern eine behindertengerechte Wohnung mit Hinweis auf unseren Rechtsstreit, obwohl meine Mutter Pflegebedürftig ist. Ebenfalls wurde meiner Schwester mit der gleichen Begründung. Beide sind zur Aussage vor Gericht bereit!

 

Für mich stellt sich die ganze Angelegenheit immer mehr als ein Akt von Ausländer-feindlicher Willkür dar. Denn ich kann mir nicht vorstellen dass Ihre Verwaltung gegenüber einem Deutschen Mieter ähnliche Repressalien verhängen würde?! Aus all diesen Gründen möchte ich Ihnen letztmalig einen Vorschlag zum Vergleich unterbreiten:

Markisen                                                                                                            15.000 Euro

Blumenkübel                                                                                                        5.000 Euro

Küche                                                                                                                40.000 Euro

Renovierungskosten                                                                                            40.000 Euro

Warenverlust (durch Schimmel)                                                                          10.000 Euro

Verdienstausfall 7 Jahre pro Jahr 15.000 €                                                        105.000 Euro

Gesamt                                                                                                            215.000 Euro

 

Da ich mir im Klaren bin das Ihre Gesellschaft mich eigentlich in den Ruin treiben möchte reduziere ich meine Forderung auf 150.000 Euro, sofern Ihrerseits keinerlei Abzüge gegen gerechnet werden.

 

Damit nicht weiterhin von Ihrer Verwaltung behauptet werden kann ich würde 500.000 Euro fordern, werde ich diesen Brief als „offenen Brief“ im Internet veröffentlichen.

Ich versichere Ihnen jedoch dass ich sofort nach Erhalt des Geldes das Ladenlokal räumen und an Ihre Verwaltung übergeben werde.

 

In der Hoffnung dass auch Sie nicht bis 2020 weiterhin um jede Kleinigkeit vor Gericht ziehen wollen, und mit Hinweis auf die mögliche Kostenersparnis für Sie, denn bei einer Neuvermietung nach Sanierung könnten Sie das Objekt für 1500 Euro statt jetzt für 160 Euro vermieten. Das ergibt einen zu Erwartenden Gewinn von etwa 193.000 Euro, so dass nach Zahlung der Vergleichssumme (150.000 Euro) noch ein Mietgewinn von etwa 20.000 Euro gegenüber der jetzigen Miete bleiben würde verbleibe ich

 

mit freundlichen Grüßen